60m Band meets Big Stick

Hallo liebe Funkfreunde,

nachstehend ein Beitrag von Frank (DL6FH).. Viel Spass beim Lesen….

Am 21.12.2016 hat die BnetzA in ihrer großen Gnade beschlossen, uns ein neues Bandsegment zukommen zu lassen. Danke dafür und für die daraus resultierende Arbeit … 😉

Es ist nicht alltäglich, dass wir die Chance bekommen, die Gegebenheiten auf einem ganz neuen Band zu erkunden. Das sollten wir ausnutzen und in vollen Zügen genießen. Für mich beginnt der Genuss bereits bei der Planung eines neuen Antennenprojektes. In der letzten Zeit habe ich Gefallen daran gefunden, aus dem Kfz heraus mit kurzen Antennen Betrieb zu machen. Das 60m Band sollte da keine Ausnahme sein.

Im ersten Versuch beschloss ich somit eine Fußpunktanpassung, ähnlich der für das 80m Band zu entwerfen, mit dem Unterschied, dass die offene MFJ-Spule nicht zum Einsatz kommen sollte. Das Band ist nur 15 kHz breit, deshalb ist eine Abstimmung innerhalb des Bandes nicht notwendig, was allerdings eine genauere Abstimmung der Spule voraussetzt.

Im ersten Step montierte ich die MFJ-Spule zusammen mit dem voll ausgezogenen Teleskop auf meinem Autodach und maß die tiefste erreichbare Frequenz mit diesem Equipment. Ergebnis: 5230 kHz mit 19µH. Schnell war durch Setzen der Krokoklemme 5355kHz gefunden und mit 17µH ermittelt. Wie üblich stellte sich ein SWR von 1:2,5 ein.

Da ich die Anpassung so kompakt wie möglich bauen wollte, wählte ich diesmal als Spulenkörper eine 75mm HT-Rohrmuffe mit zwei Kappen.

Hier einige Zahlen zu diesem Projekt:

Spulendurchmesser: 85mm

Spulenhöhe: 40mm

Verwendeter Draht: H07V-U 2,5mm²

Induktivität: 17µH

Windungszahl: 14 ½ Wdg

Matching-C: 880pF

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Jedoch musste ich noch einige Male nachbessern, da die Spuleneigenschaften doch differierten und die Resonanzfrequenz zunächst zu tief lag. Auch das an der MFJ Spule mittels DrehKo ermittelte C von 650 pF reichte nun nicht mehr aus. Ich packte noch 220pF drauf, damit die Anpassung auf 50 Ohm stimmte.

Nun ging es an den gefürchteten Funktest – denn ein gutes SWR macht noch keine gute Antenne.

Also TRX an und drauf auf´s Band. Wie gewohnt bei diesen Konstruktionen waren die empfangenen Signale nicht leiser als an der Station zu Hause. Das Grundrauschen allerdings auch nicht 🙁

Mein erstes Opfer war Manfred DL3AMB, der auf 5363 kHz etwas unvermittelt ein kleines Pile-Up ausgelöst hatte. „Du hast sie alle an die Wand gedrückt … !“ O-Ton Manfred. Danke, lieber Manfred für das Prädikat „… deine Antenne funktioniert …“ – ganz Deiner Meinung.Sollte das Bandsegment in der nächsten Zeit noch verbreitert werden, kann man durch simples Verkürzen des Teleskops, die Resonanzfrequenz noch etwas nach oben schieben, ohne das Anpass-C verändern zu müssen.

Ich hoffe, Ihr hattet Freude an diesem Bericht und habt Lust bekommen auf 60m mitzumischen.

Wir hören uns auf 5360 kHz.

Vy 73 de Frank DL6FH.