Bastelsonntag III vom 19.02.2017

Es war wieder soweit. Zum turnusmäßigen „Offenen Sonntag“ am 19.02.2017 trafen wir uns im Clubheim in Neustadt. Ralf DO5PU, Rainer DO3RR, Christian DO8CN, Frank DL6FH, Oli DL5OM, Sascha DC5PS, Dirk DD8PU und unsere lieben Gäste Elke DO7EL und Jürgen DO8LJ.

Heute stand ein interessantes und abwechslungsreiches Programm an. Wir beschäftigten uns mit DMR+, dem neuen Elecraft KX3 von Dirk, einem 1:64 UnUn und der Einrichtung von Digimode-Makros für HamRadioDelux. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz.

DMR

Zunächst berichtete Sascha DC5PS von seinen Erfahrungen mit einer neuen experimentellen Firmware für das Retevis RT3 von KK4VCZ und basiert auf Travis Goodspeed. Mit dieser FW wird jeglicher Funkverkehr unabhängig der TG wiedergegeben. Außerdem erhält man ein weiteres Untermenü „MD380Tools“ in dem man weitere Funktionen aktivieren kann.

Als zusätzliches Feature ist es möglich mittels eines Tools auf dem Raspberry Pi alle DMR ID s mit Rufzeichen und Nutzerinfos in das RT3 zu laden. Es werden damit alle Daten des Gesprächspartners im Display dargestellt während man diesen Empfängt. Das ist eine nützliche Sache weil man direkt das Rufzeichen und den Namen des Gesprächspartners erfährt und nicht nur einfach die unpersönliche DMR ID sieht.

Elecraft KX3

Funkamateure lieben neues Spielzeug. Da macht unser Dirk keine Ausnahme 😉 Er präsentierte stolz seine neue Errungenschaft den Elecraft KX3 und seine selbstgebaute Batteriebox.

Der KX3 ist uns allen nun hinlänglich bekannt. Somit konzentrieren wir uns auf die Stromversorgung á la DD8PU. Bei diesem besonders schön ausgeführten Exemplar handelt es sich um einen 22.2Volt LiFePo Akku mit 12Ah/260Wh. Die Betriebsspannung von 12,5V wird mittels eines Step-Down Wandlers erreicht. Dieser leistet 5A. Das ist ausreichend um den KX3 zu versorgen. Hier der Beweis – DD8PU im Funkverkehr über unsere Doppel-Zep auf 80m.

Die integrierte Anzeige in der Frontblende informiert den Nutzer ständig über alle Parameter der Batterie und den entnommenen Strom. Schönes Teil Dirk! Wegen Deiner sauberen Umsetzung kann man das Teil bestens überall präsentieren.
UnUn 1zu64

Im letzten Projektbericht von Frank DL6FH („Der Fuchs geht um – Teil1“) ist der 1zu64 UnUn erwähnt und abgebildet. Auf Wunsch von Dirk DD8PU, der noch nach leichten Portabelantennen sucht, wickelten wir einen solchen Übertrager gemeinsam.

Zunächst schützt man den Ring und damit auch die Lackierung des Drahtes, in dem man den Kern mit zwei Lagen Teflon-Dichtband umwickelt.

Anschließend muss der Cu-Lackdraht für die Primärwicklung verdrillt werden. Die Verdrillung verbessert die Kopplung und somit den Wirkungsgrad.

Danach werden 2×8 Windungen auf den Kern (Amidon FT140-43 oder FT-240-43) aufgebracht, wovon die ersten beiden die Primärwicklung aus dem verdrillten Draht sind.

Das verdrillte Ende wird an Ground angeschlossen und das unverdrillte Ende der Primärwicklung an die heiße Kabelseele. Um die Eingangsinduktivität zu kompensieren wird ein 100pF C parallel geschaltet.

Um den UnUn zu messen kommt wie bei den Fuchskreisen ein 3300 Ohm Widerstand vom Ausgang des Trafos auf GND zum Einsatz. Das Messergebnis bescheinigt dem UnUn seine einwandfreie Funktion. Dirk kann nun daran gehen eine Box und diverse Strahler zu basteln.

Digimode – Makros in HRD

Auf Wusch von Sascha DC5PS, Dirk DD8PU und Oli DL5OM hatte Frank DL6FH seine kampferprobten „Baukasten-Makros“ aus HRD exportiert und auf einem USB Stick mitgebracht.

Wir fügten die Makros in Saschas HRD 5 ein und passten seine Tags an. Es ist Sascha nun möglich komfortabel diverse Digimodes zu nutzen, in dem er seine QSO-Texte individuell aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzen kann.

Es wurde darauf eingegangen, wie die Makros exportiert und importiert werden und mit dem Manager anzupassen sind. Auch ein simuliertes QSO wurde vorgeführt um den Ablauf zu demonstrieren.
Futter

Der Tag begann mit einem kleinen Frühstück mit frischen Brötchen und heißem, dampfenden Kaffee. Da Dirk DD8PU das letzte Treffen krank im Bett verbracht hat, sind ihm Franks Hamburger entgangen. Und er hob an ein lautes Klagen und Zähneknirschen … Nun, um seelischen Schaden von Dirk abzuwenden, bereiteten Elke und Frank nochmals ein Dutzend Burger zu.

Satt und glücklich verließen wir nachmittags das Clubheim wieder und traten die Heimreise an.

Danke an alle Mitglieder und Gäste die dabei waren und vy 73 bis zum nächsten Mal.

Vielen Dank für den Bericht Euer Volker DM9VK