Funkendes Backblech … die ideale KW-Urlaubsantenne in Verbindung mit einem PKW (DC5PS & DL6FH)

Funkendes Backblech … die ideale KW-Urlaubsantenne in Verbindung mit einem PKW
(DC5PS & DL6FH)

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Zutaten:
-Automatiktuner CG-3000
-Teleskopstab MFJ-1979
-Alublech 5 mm (als Grundplatte für den CG-3000)
-Vierkant Alu-Profil 80x80x4 mm, 100 mm lang
-3 Topfmagnete 82×12 mm + Silikonhülle
-ein stabiler Antennenfuß 3/8“

Nachdem wir das Projekt mit der Plexiglas-Antenne
(L-Match) fertiggestellt hatten, kam mir die Idee zu
einer Plug-and-Play-Lösung in Verbindung mit einem Automatiktuner, den ich noch unbenutzt in der Ecke liegen hatte.
Die Plexiglas-Antenne ist aufgrund des Aufbaus und der verbauten Teile eher keine platzsparende Lösung. Das „funkende Backblech“ sollte daher dagegen möglichst flach sein, damit es z.B. in den Zwischenboden des Kofferraumes passt. Daraus folgte auch, dass der Antennenfuß mit dem Vierkant-Profil platzsparend gedreht werden kann.

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An der Grundidee von OM Frank (DL6FH) angelehnt, sollte auch diese Abstimm-Einheit flexibel auf dem Autodach befestigt werden. So entschied ich mich wieder für die Verwendung von Topfmagneten. Eine brauchbare Masseverbindung zum Fahrzeug fand sich an einer Befestigungsschraube vom Gasdruckdämpfer der Heckklappe. Die nächste Herausforderung bestand darin,
den Leitungsquerschnitt dafür möglichst dick und kurz zu halten.

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Endlich war es soweit! Frank und ich trafen uns zum Testen des Backblechs. Wir waren gespannt, ob und wie sich die Antenne abstimmen lassen würde. Den TRX auf 12 Watt FM auf die gewünschte QRG eingestellt, ein Druck auf die PTT-Taste und das Rasseln des Tuners ging los – nach einem Bruchteil von Sekunden war das passende SWR auch schon gefunden. Grinsend und freudestrahlend schüttelten wir uns die Hände.
Problemlos konnte die Antenne von 10 bis 160m abgestimmt werden. Auf 160m benötigte der Tuner allerdings recht lange (ca. 8 bis 10 Sekunden) für ein passendes SWR.
Über das komplette Frequenzband von 10 bis 160m war kein SWR schlechter als 1:1,3 festzustellen. Mit der Plexiglas-Antenne (L-Match) hat man hier manchmal bessere Abstimmmöglichkeiten.

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Bei den ersten QSOs mit höherer Leistung tauchte beim Backblech dann ein Problem auf. Es gab Knallgeräusche und die Leistung reduzierte sich im Takt der Modulation. Als Ursache stellte sich schließlich der Antennenfuß (PL auf 3/8“-Adapter) heraus. Nach dem Zerlegen der Teile war die Isolierscheibe vom Fuß leicht angeschmolzen und die PL-Buchse hatte schwarze Funkenflecken. Dort hat es also ordentlich gefunkt und gebrutzelt.

Nach dem Tausch des Antennenfußes gegen eine stabilere Variante waren keine Probleme mehr festzustellen.

In der Nacht zum Ostersonntag konnte ich die Antenne testen und war sehr überrascht, wie gut diese kompakte Lösung auch auf 160m funktioniert.

Einen detaillierten Vergleich zur Performance vom Backblech und der Plexiglas-Antenne (L-Match) findet ihr im Beitrag „160m Antennentest mit der Plexiglas-Antenne“.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an OM Frank (DL6FH), der mich mit vollem Eifer bei diesem Projekt unterstützt hat und ohne dessen Grundidee ich sicherlich niemals auf 160m QRV sein könnte.
Meine Station im Fahrzeug:

TRX: Yaesu FT-857D
PWR: 100 W
Stromversorgung: 18 Ah Blei-Gel-Akku
Automatiktuner: CG-3000
Strahler: MFJ-1979 (5 Meter Teleskopstab voll ausgezogen)

Viel Spaß beim Nachbauen!
DC5PS – Sascha